Backen ist Liebe und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Was liegt also näher, als seine Liebsten - und natürlich sich selbst - mit den veganen Bibern der Leibacher Biber-Manufaktur zu verwöhnen. Claudio und Silvan Leibacher stellen die veganen Biber mit sehr viel Liebe zum Handwerk und zu Traditionen her.
Die veganen Biber bestehen aus Zürcher Unterländer Dinkelmehl, Agavensirup und würzigem Wermatswiler Marc (Traubenrestbrand) im Teig und Mandeln, Zitronen und Lauerzer Kirsch in der Füllung.. Claudio und Silvan Leibacher stehen mit Elan und Leidenschaft hinter ihrem Unternehmen.
Was war der Auslöser für den Sprung ins Unternehmertum?
Claudio: Am Anfang stand die Idee, selber Biber herzustellen, da ich von klein auf sehr gerne backte und tüftelte. Ich suchte nicht krampfhaft nach einem Weg in die Selbständigkeit, aber habe mich im zweiten Geschäftsjahr dafür entschieden, als ich meine Zweitausbildung als Bäcker-Konditor begann.
Silvan: Seit dem Studium hat mich das Unternehmertum immer angezogen. Ich finde es spannend verschiedenste Bereiche eines Geschäftes zu gestalten. Das damit verbundene „Learning-by-doing“ ist zwar nicht immer ganz einfach, bietet aber unzählige Möglichkeiten um eigene Kompetenzen aufzubauen und Ideen in die Realität umzusetzen.
v.l.n.r. Die Gebrüder Claudio und Silvan Leibacher mit Biber M und L.
Womit haben Sie sich in der ersten Zeit der Gründung am meisten befasst?
Claudio: Das war sehr intensiv. Es ging um verschiedene Herstellungstechniken, Backstubeneinrichtung, Schnitzerei, Logoentwürfe, Homepage, Verpackung, alles gleichzeitig. Natürlich waren auch die Biberrezepte ein Thema. Schon bald haben Freunde, die sich vegan ernähren, nach einem veganen Biber gefragt. Wir haben beinahe ein Jahr getüftelt um den Biber so hinzubekommen, wie wir es uns vorstellten. So kam es auch, dass die Biber heute bei Eva's Apples zu kaufen sind.
Silvan: Aus meiner Sicht war das vor allem den Aufbau eines Netzwerks mit Vertriebspartnern. Da wir auch für Firmen individualisierbare Biber anbieten, geht es natürlich auch darum unser Angebot bekannt zu machen, damit andere Unternehmen wissen, wo sie hochwertige Kunden- oder Weihnachtsgeschenke mit eigenem Logo beziehen können.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich einem solch traditionellen Produkt zu widmen?
Claudio: Unser Grossvater stammte aus dem Appenzellerland, und da wir oft in Gais AR in den Ferien waren, hatten wir einen Bezug zu den Appenzeller Spezialitäten. Auf die Idee kam ich erst, als ich die Gelegenheit erhielt, eine Sammlung alter Bibermodel von einer Bäckerei zu kaufen, die den Betrieb aufgab. Am Anfang diskutierten wir in der Familie und mit Freunden darüber und es kristallisierte sich heraus, dass wirklich gute, handwerklich hergestellte Biber im Kanton Zürich noch nicht zu finden waren.
Silvan: Claudio hatte schon immer eine Liebe zu alten Dingen, wie die Biber-Model es sind. Dazu kam, dass er von mütterlicher Seite die Liebe zum Backen geerbt hat. Bei mir ist diese Ausprägung weniger da, allerdings sind wir von Grund auf verschieden und ergänzen uns sehr gut. Als irgendwann die Idee aufkam die Biber nicht nur für die Familie herzustellen, faszinierte mich der Gedanke ein Produkt von Null auf zu vermarkten. Das war für mich eine spannende Herausforderung.
Sind Traditionen für Sie persönlich wichtig?
Claudio: Für mich als Historiker auf jeden Fall. Traditionen bedeuten auch Heimatgefühl und Verwurzelung. Besonders schön ist es, wenn Traditionen in die Alltagskultur eingebettet sind und nicht nur für die Touristen aufrechterhalten werden. Tradition soll aber nicht heissen, dass es nicht möglich ist, aus dem Althergebrachten etwas Neues zu gestalten oder auch alte Rezepte dem modernen Geschmack anzupassen, wie wir das mit unseren Bibern tun.
Silvan: An Traditionen schätze ich vor allem das Zusammensein mit Freunden und Familie. Sie bieten immer wieder tolle Gelegenheiten um Leute zu treffen, die man vielleicht nicht so oft sieht.
Claudio Leibacher schnitzt die Bibermodelle aus Birnbaumholz alle selbst. Das ist gelebte Handwerkskunst.
Sie sind Brüder, fällt es Ihnen schwer, privates von der Arbeit zu trennen?
Claudio: Mit diesem Problem hat man immer zu kämpfen, besonders wenn man selbständig ist und zu Hause arbeitet. In der Backstube allerdings hat man keine Wahl, da wird einfach produziert.
Silvan: Die Biber-Manufaktur ist in gewisser Weise ein Familienprojekt geworden, wo uns alle unterstützen, wenn es einmal eng wird. Wir schätzen das sehr. Insofern birgt die Arbeit natürlich auch immer spannende Themen am Familientisch, wenn jeder nahe dran ist.
Und zuhause? Wer schwingt den Kochlöffel?
Claudio: Das ist vor allem meine Frau, aber manchmal helfe ich ihr oder koche auch selber, wenn Sie später von der Arbeit heimkommt.
Silvan: Da ich neben meinem Support für die Biber-Manufaktur noch in einem anderen Unternehmen arbeite, bin ich viel unterwegs und esse praktisch immer „on-the-go“. Das hat natürlich auch seine Vorteile – vor allem beim Abwaschen.
Danke für das angenehme Gespräch und weiterhin viel Erfolg!
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Leibacher Biber-Manufaktur
posted on 09.04.2015 22:07