Zucker stammt eigentlich aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr und diese sind pflanzlich. Aber warum ist der Zucker eigentlich weiss? Beim Raffinieren des Zuckers können Tierknochen als Filter verwendet werden. In Europa und in der Schweiz soll dies schon seit langem nicht mehr praktiziert werden, allerdings kann man beim importiertem Rohrzucker nicht mit Sicherheit sagen, ob er vegan hergestellt wurde oder nicht. Die sogenannten Knochenkohlefilter stammen meist von Rinderknochen. Der Zucker erhält so seine weisse Farbe, wenn er mittels des aus Schlachtabfällen gewonnen Knochenkohlefilters entfärbt wird.

Aber nicht nur weisser Zucker ist davon betroffen, sondern auch brauner Zucker, geringer Qualität. Der braune Zucker wird oft zuerst raffiniert und danach braun eingefärbt. Bei vielen Süssigkeiten kann die Herkunft des Zuckers schwer nachgewiesen werden. Deswegen ist es so wichtig die Produzenten und Lieferanten genau zu kennen.

Eine Alternative zu raffiniertem Zucker ist Stevia. 

 stevia
Quelle: Stern.de

Stevia rebaudiana ist zu 100% natürlich und wird (nicht so wie Aspartame oder Saccharin, die mit chemischen Zusatzstoffen versehen sind) aus Pflanzen gewonnen. Der Pflanzenextrakt Stevia stammt ursprünglich aus Paraguay. In Paraguay und Brasilien wird Stevia seit Jahrhunderten angepflanzt. Die Guarani-Indianer nutzen Stevia nicht nur zum Süssen von Mate Tee sondern als Heilkraut zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden. Also eigentlich das perfekte Süssungsmittel!

Doch die Sache hat einen Hacken. Stevia sagt man nach, dass es einen bitteren Eigengeschmack hat und nach „Bärendreck“ (Lakritze) schmeckt. Zudem gab es in der Vergangenheit gesundheitliche Bedenken und Stevia stand unter Verdacht  krebserregend zu sein. In der EU ist  Steviol Glykoside seit 2011 unter bestimmten Anwendungsbedingungen zulässig. In der Schweiz sind gemäss dem Bundesamt für Gesundheit  BAG  gemeldete Produkte mit Steviol Glykosiden, die den EU-Vorschriften entsprechen und über eine spezielle Bewilligung verfügen, zur Vermarktung zugelassen. Allerdings gelten in der EU wie in der Schweiz die täglich tolerierbare Aufnahmemenge von 0-4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das ist möglicherweise auch der Grund,  warum die grossen Konzerne noch nicht ins Geschäft eingestiegen sind und man hierzulande imer noch wenig Läden findet die Stevia-Produkte verkaufen.

Als eine Alternative zu Zucker ist Stevia durchaus geeignet. Allerdings sollte bei der Verwendung beachtet werden, dass die Süsskraft viel intensiver ist als bei Zucker, so braucht es nur wenig Stevia und das Selbe, süsse Ergebnis zu erzielen.

Quellen:
http://www.bag.admin.ch/themen/lebensmittel/04861/04972/index.html
http://stevia-zucker.info/ http://www.vegane-beratung.com/zucker.html
http://www.stern.de/ernaehrung/aktuelles/zuckerersatz-stevia-suesse-versprechen-1751941.html http://www.wiwo.de/technologie/forschung/stevia-der-fast-perfekte-suessstoff/5839996.html