Unsere omnivore Kollegin Yvonne, hat sich an ihr erstes veganes Menü gewagt. Hier ihr Erfahrungsbericht:
"Motiviert durch Eva und die Eröffnung von Eva’s Apples, habe ich mich als Nichtveganerin und passionierte Käse-Freundin an mein erstes veganes Menü gewagt. Dabei wollte ich mich nicht nur einfach mit einer Suppe oder mit einem Gemüsecurry zufrieden geben. Wenn schon, dann sollte es ein Gericht sein welches meist mit tierischen Zutaten zubereitet wird. Bei der Suche im Netz nach veganen Kochrezepten habe ich schnell festgestellt, dass es haufenweise Glustiges zum Nachkochen gibt. Die Entscheidung fiel mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht. Für folgende Komposition habe ich mich dann aber entschieden:
Vorspeise
Gefüllte Champignons mit Petersilien-Pesto
Quelle: http://docbears.de
Hauptgang
Ravioli mit Ricotta-Walnuss-Füllung an Birnen-Feigen-Balsam
Quelle: http://docbears.de
Dessert
Panna Cotta mit Karamellsauce
Quelle: http://www.wunderweib.de
Da ich vorher noch nie Ravioli selber gemacht habe, war das an und für sich schon eine Herausforderung. Die Suche nach den veganen Zutaten für mein Menü war im Vergleich dazu leichter zu bewältigen, auch wenn es in Basel leider keinen Eva’s Apples-Laden gibt. Im Reformhaus Vital Punkt am Basler Marktplatz bin ich recht schnell auf die Zutaten Kein Ei (No Egg), Agar-Agar und Sojasahne gestossen. Beim veganen Ricotta Käse wurde es aber dann doch schwieriger und ich musste mir schlussendlich eine Alternative für die Füllung meiner Ravioli überlegen. So landete der Pesto Tofu im Einkaufskorb, auch wenn Pesto eigentlich schon Thema meiner Vorspeise war. Als ich danach nach veganem Wein fragte, schaute mich die Verkäuferin etwas verdutzt an. Ich erklärte ihr, so wie ich das von Eva gelernt habe, wie Weine mittels tierischer Zusätze geschönt und geklärt werden. Schlussendlich hatte ich dann doch noch Glück und fand eine Flasche Südafrikanischen ‚Vegan Friendly’ Pinotage Rotwein. Ähnlich erging es mir auch bei der Balsamico Crème die ich als Ersatz für nicht vorhandenen Feigen Balsam wählte. Da konnte aber zum Glück das Smartphone Abhilfe schaffen und mir die richtigen Informationen liefern. Jetzt verstehe ich auch, warum Eva mit dem veganen Laden ein Traum in Erfüllung gegangen ist.
Zu Hause angekommen machte ich mich gleich an das Panna Cotta. Einfach Sojarahm erhitzen, Vanille, Agar-Agar und Zucker hinzurühren, kühl stellen und fertig. Anstelle der süssen Karamellsauce gab es bei mir frische Orangenschnitze und gekochten Orangensud.
Auch die gefüllten Champignons waren recht schnell zubereitet und sind wirklich eine leichte und geschmackvolle Alternative für die mit Käse gefüllten Champignons die ich im Sommer oft auf den Grill schmeisse. Anstelle der Haselnüsse, die ich schlichtweg vergass einzukaufen, habe ich Pinienkerne verwendet.
Die Zubereitung des Ravioli Teigs mit dem darunter gerührten No Egg war recht einfach. Wichtig ist hier etwas weniger Wasser zu verwenden als im Rezept beschrieben. Der Teig wird ansonsten zu feucht und verklebt gerne. Die Ravioli kamen entsprechend schrumpelig aus der Pfanne. Der Pesto Tofu, den ich als Füllung verwendet habe, war dann aber ein richtiger Glücksgriff. In der Konsistenz etwas wenig hart, liess er sich zusammen mit den Baumnüssen im Mixer gut weich rühren. Der Essig zusammen mit dem Birnensaft (ungefiltert) ergab eine feine süss-saure Sauce, die hervorragend zu den Ravioli passte. Der Wein war für meinen Geschmack etwas zu süss, da hätte Eva wohl ein besseres Fläschli im Laden gehabt. Alles in Allem war es ein gemütlicher Kochabend mit feinem Essen. Das war definitiv nicht mein letztes selbstgekochte veganes Menü. Nur den Einkauf werde ich das nächste Mal dann doch lieber in Zürich erledigen."
Und hier noch ein Bild von Yvonne's Panna Cotta
Ich finde jedenfalls das sieht alles super aus und bei diesem veganen Znacht wäre ich also gerne dabei gewesen!
Wenn ihr Lust habt auch mal hier über eure Erfahrungen mit der veganen Küche zu berichten, schreibt uns einfach.